Motorradtour Kalifornien/USA Teil3 |
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Vorbereitung / onTour / eMail / Übersicht Dank eines Hinweises von Heikes Chef verlassen wir die geplante Route und steuern den
Lake Powel an. Wir halten noch an verschieden Aussichtspunkten am Grand Canyon, unter
anderem am dessert view mit seinem watch tower, ein Turm mit Indianerzeichnungen innen an
den runden Wänden. Hier fülle ich auch die Wasserflaschen am Brunnen auf, das Wasser im
Motel war gräßlich. Beim Fahren in angenehmen Temperaturen und bei niedriger
Luftfeuchtigkeit bekommt Wasser eine ganz wichtige Bedeutung, inbesonders wenn Du, wie wir
mit dem Motorrad unterwegs bist, und dadurch der Körper dem Fahrtwind ausgesetzt ist. Je
angenehmer der Wind, um so mehr wird der Körper ausgetrocknet. Hier mal eine Zahl: Wenn
wir abends am Ziel unserer Etappe sind, laden wir die Maschine ab und gehen Einkaufen.
Dabei ist immer 1 Gallone (ca. 3,4 Liter) Wasser auf unserem Einkaufszettel. Die
ich dann des öfteren innerhalb einer Stunde austrinke. Solltest Du mal auf einer Tour das
Essen oben einfüllen, aber nichts kommt wieder raus, liegt es oft an mangelnder
Flüssigkeitszufuhr. Früh aufstehen ist angesagt. Unser Boot geht um 7:30 und wir
wollen vorher noch Frühstücken damit ist die Nacht um 6:00 zu Ende. Wir fahren zum Hafen
und finden direkt am Bootsanleger ein kleines Restaurant. So gehen wir gut gestärkt an
Bord, bekommen einen guten Platz auf dem Oberdeck und können die 2stündige Fahrt zur
Rainbowbridge in vollen Zügen genießen. Der Lake Powel ist ein Stausee. Immer wieder
ragen rote Felsen aus dem Wasser. Wir überholen Hausboot, auch eine Idee, in Natur pur,
den Urlaub zu genießen. Der Aufenthalt am Ziel, der Rainbow bridge beträgt nur eine ½
Stunde, das reicht gerade für den Weg hin und zurück sowie einige Bilder. So wird die
Fahrt zum eigentlichen Ziel. Unser Ziel heute, Ihr kennt es aus vielen Western, richtig:
Monument Valley. Wir finden einen Campground auf der roten Erde und ganz entgegen der
Erwartung, wir befinden uns schließlich in einer Wüstengegend, ziehen dunkle Wolken auf.
Wir schaffen es gerade unser Zelt aufzubauen und die Maschine abzuladen, schon müssen wir
vor den ersten Tropfen ins Zelt flüchten. Wir machen aus der Not eine Tugend und werden
ganz untugendhaft. Als wir wieder raus gucken, ist der Regen vorbei. Wir gehen an die
Rezeption und genießen einen kostenlosen Kaffee. Dann hören wir, wie Leute gesucht
werden, wir sind gemeint schei... Wir hatten uns für eine sunrise tour in den Monument
Valley National Park angemeldet und vergessen, daß wir hier die Uhren eine Stunde
vorstellen müssen, wir haben eine Zeitzone überschritten. Wir flitzen zum Zelt holen die
Kamera. Vorm Zelt wartet schon der Tourbus. Die schon wartenden Fahrgäste schauen etwas
vorwurfsvoll. Die Fahrt ging vorbei an den Felsen die wir bisher nur im Fernsehen gesehen
hatten. Die untergehende Sonne färbt alles nochmal so rot. Um 19:00 Uhr zurück am
Campingplatz, zog ich mir schnell eine lange Hose an (bei der Abfahrt hatte ich mich nicht
getraut die Leute noch länger warten zu lassen, bis wir beide umgezogen waren) und wir
gingen im einzigen Restaurant am Ort zu einem schnellen Diner, um 20:00 Uhr ist Feierabend
und das Tal geht schlafen und so gehen auch wir früh schlafen, zwischen den roten Felsen. Wir schliefen bis uns die Wärme der Sonnenstrahlen aus den
Schlafsäcken trieb. Gefrühstückt wurde auf der Bank vor der Rezeption mit kostenlosen
Kaffee und Sandwiches in der Mikrowelle heiß gemacht, bis der Käse schmilzt. Wir packen
unser Zeug zusammen, das ist der Nachteil am Zelten, es dauert immer eine ganze Weile, ehe
wir abreisefertig sind. Die ausgewählte Route nach Mesa Verde ist sehr schön, ich
bekomme sogar ein Lob. Doch dann grollt uns der Wettergott, es ziehen dunkle Wolken auf
und unter den Wolken wird es kalt, es fängt wieder an zu regnen. Diesmal können wir es
uns nicht im Zelt gemütlich machen, sondern finden bei einer Tankstelle eine
Unterschlupf. Hier treffen wir auch die Goldwings wieder, die uns kurz zuvor freundlich
winkend überholt haben. Die Motorräder waren ausgestattet mit Funkgeräten und Ständern
für die Videokamera. Ich fülle den Tank auf und Heike zieht sich vorsichtshalber und zur
Wärme den Regenkombi an. Unser nächster Stop ist Four Corner. Hier stoßen vier Staaten
aneinander Arizona, New Mexico, Colorado und Utah. Ein betoniertes Quadrat mit einem
aufgemaltem Kreuz, die rechtwinklig aufeinander stoßenden Landesgrenzen. Und Heike mitten
darauf im Regenkombi drum herum einige Verkaufsbuden mit selbst gemachtem Schmuck von
Indianern die Heike anschauten wie den Mensch vom anderen Stern. Einen Regenkombi hatten
die Menschen hier bestimmt noch nie gesehen. Einer wagte es dann Heike anzusprechen was
'das' den wäre? Der Himmel reißt auf und die Sonne lacht wieder auf uns hernieder. Wir
fahren weiter über St. Cortez nach Mesa Verde. Die Berge die vor uns auftauchen sind
schneebedeckt, welch ein Kontrast wir kommen doch gerade aus der Wüste. Wir fahren
aufwärts, am Eingang des National Parks angekommen fragen wir den Rancher nach der
Nachttemperatur: 0 Grad, nichts für uns, also wieder runter nach St. Cortez ein Motel
gesucht. Die Decke des Badezimmer ist mit Glimmersteine übersät. Sie glitzern wie kleine
Sterne. Das Waschbecken durchzieht eine Goldader, uns gefällt’s. Wir haben gerade
die Sachen ins Zimmer gebracht, schon fängt es wieder an zu regnen. Wir haben draußen
ein Jacuzzi entdeckt und beschließen uns dort aufzuwärmen. Dort treffen wir Vater und
Tochter, die mit dem Auto in Ihrem 14tägigen Urlaub mal kurz das Land von Ost nach West
durchquerten. Es ist schon ein heißes Gefühl im Jacuzzi zu sitzen, wenn über einem die
Blitze zucken. Beim Erzählen erfahren wir, daß es heute in den Bergen gehagelt hat. Hier
im heißen Pool läuft einem ein angenehmer Schauer den Rücken herunter bei dem Gedanken,
das hätte uns auf dem Motorrad erwischt. Das Leben ist doch schön, oder? Nach dem
ausführlichen heißen Bad sinken wir erschöpft ins Bett und schlafen. Zum Abendessen
fahren wir in den Ort, finden aber nichts was uns gefällt. Zurück an unserem Motel sehen
wir, daß ein Restaurant zur Anlage gehört. Wir treffen die Beiden vom Pool wieder. Wir
Vier sind die einzigen Gäste im Lokal, doch das riesige Büfett ist trotzdem sehr gut,
all you can eat für $4,99 genau das richtig für mich. Wir sitzen noch lange zusammen am
Tisch und reden über Reiseerlebnisse. Erst spät in der Nacht gehen wir ins Bett. Das heutige Ziel ist Mesa Verde, eine, in den Fels gehauene, Indianer Siedlung, Der Weg
führt wieder in die Berge, 20km Bergstrecke durch den Wald, die Wolken hängen tief und
lassen dann auch noch den Regen heraus. Die Regenkombis liegen im Hotel, wir ziehen die
Regenjacken an doch die Hosenbeine werden naß. Am Visitor-Center fahren wir ein
Restaurant an, doch hier gibt es kein Frühstück. Also wieder hinaus in den Regen und auf
die nasse Maschine, zurück zum Schnellrestaurant. Dort bekamen wir anstatt Ham&Cheese
Omlett, Ham&Cheese Sandwich mit Rührei. Aber dafür saßen wir warm und trocken. Im
Giftshop kaufte sich Heike eine Indianerpuppe. Wir konnten die Puppe dort lassen und auf
dem Rückweg abholen. Wir machen uns auf den Weg nach Las Vegas. Nach dem Frühstück im Steakhouse von Hanksville machen wir uns
auf den Weg durch wunderschöne Berglandschaft (Capital Reef) vorbei an Obstbaum
Plantagen. Um 14:30 sind wir am Bryse Canyon, alle Hotels sind ausgebucht, die
Nachttemperatur liegt um den Nullpunkt also ist Zelten ebenfalls nicht angesagt. Der
Motel-6-Führer bietet ein Motel in ST.Georg, dort reservieren wir. Das heist heute sind
noch xxxMilen angesagt. Dann werden wir die Canyons eben erfahren und nicht erlaufen. Wir
schießen ein paar Fotos und machen uns wieder auf den Weg. Um 16:00 Uhr erreichen wir den
Zion Canyon. Während wir im Bryse Canyon gefroren haben ist es hier schön warm. Die
untergehend Sonne taucht alles in ein warmes Licht und läßt die roten Felsen doppelt
schön leuchten. So gegen 20:00 Uhr erreichen wir das Motel in St. Georg, ich springe noch
in den Pool. Anschließend gehen wir chinesisch essen im Restaurant nebenan. Nach einem ausgiebigen Frühstück bei Job's Big Boy reserviere
ich Zimmer in Las Vegas. Die erste Nacht im Motel 6 und zwei Nächte, laut Anzeige: "ich kann Ihnen alles besorgen"
Honey moon suite im Imperial in Las Vegas. |
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