Motorradtour Kalifornien / USA Teil1 |
(Letzte Änderung: ) |
home
/ eMail
/ Zur Übersicht Hallo Ihr da draußen,
was haltet Ihr von einem Trip durch die USA, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten Alles begann mit der Möglichkeit 2 Jahresurlaube zumindest teilweise zusammen legen zu können und somit 9 Wochen Urlaub zu haben. Also die Karte von USA besorgt und die Orte markiert deren Namen ich schon so oft gehört habe: New York, Niagarra Fälle, Florida, Disneyland Miami Beach, New Orleans, Missisippi, Texas, Las Vegas, Death Valey, Los Angeles, San Francisco usw. Eine Rundtour mit den wichtigsten Punkten, einmal durch die USA und wieder zurück, das müßte doch zu schaffen sein in 9 Wochen. Also noch einmal die Karte angeschaut, die Strecke
ausgemessen: 26tausend Kilometer, wau Irgend etwas kann doch hier nicht stimmen oder? Ist da nicht irgendwo ein Rechenfehler? Ein Kollege sieht meine Schwierigkeiten. Am nächsten Tag bringt er 2 Landkarten mit. 1mal Deutschland und im gleichen Maßstab eine von, nein nicht USA, von Süd-Kalifornien. Langsam wird mir klar: Ganz Deutschland hat die Größe von Halb-Kalifornien. Und dann, ach ja USA ist ein Zusammenschluß von 51 Staaten, und so mancher Staat ist größer als Deutschland. Nun verstehe ich auch wenn manche sagen: Das Schmuckkästchen Deutschland oder Europa in 7 Tagen. Also was machen wir: Wir wollen mit dem Motorrad in die USA aber bitte nicht mehr als ca. 200km pro Tag und außerdem noch ein paar Tage faulenzen. Die Entscheidung fällt für 'Go West', anders ausgedrückt wir haben eine Freundin in Los Angeles also eine Anlaufstelle. Für den ersten Trip in die USA war uns das eine sehr große Hilfe. Jetzt aber los Kataloge geholt und Preise angeschaut. Motorrad (75DM pro Tag + Versicherung + km-Geld) x 45 Tage = zuviel Wieso eigentlich leihen wir haben doch selber eine Maschine, zwar keine Harley aber bisher hat sie uns überall hin getragen. Die nächsten Wochen vergehen kläglich niemand will die Maschine zu einem bezahlbaren Preis transportieren (Luftfracht pro Kilo oder nach Kubikmeter Raumbedarf so zwischen 4-6tausend DM). Dann endlich Erfolg ein Hamburger Reisebüro bietet eine Schiffspassage und eine Kaskoversicherung in der USA = gebongt. (Dies war vor einigen Jahren, mittlerweile gibt es mehrere Reiseveranstalter, die den Transport per Flugzeug übernehmen zu Preisen eines normalen Tickets). Für mich hieß das am 1.April mit der Maschine nach Bremerhaven zum Verladen aufs Schiff damit das Motorrad Mitte Juni in Los Angeles bereit steht. Nach dem nun die Eckdaten feststehen geht’s ins Detail. Nach dem Studium mehrerer Touren aus Zeitschriften, Büchern und Reiseführern kristallisiert sich folgende Strecke heraus: Los Angeles, San Diego, Organ Pipe (die erste Übernachtung in der Wüste), Tucson (der 1. Kontakt zum Wildwest Film), Phoenix, Grand Canyon, Las Vegas, Death Valley, Yosemite Nationalpark, Sacramento, San Francisco Los Angeles. Zusammen rund 8000km. Insgesamt eine Tour durch 4 Staaten, Kalifornien, Arizona, Nevada und Utah. Es ist Ende März, in dem linken Motorradkoffer ist der Lederanzug und die Stiefel meiner Beifahrerin, der rechte enthält Jeans und Schuhe für mich. Im Tankrucksack ist das Werkzeug und die Regenkombis, im Holiday-Bag die Schlafsäcke. Außerdem Zelt, Matten und als Luxus zwei kleine Kopfkissen. Am 1. April beginnt die erste Etappe zum Schiff nach Bremerhaven. In München verdunkelt sich der Himmel leichtes Schneetreiben setzt ein und das ohne Thermokombi. An der Raststätte Nürnberg-Feucht brauche ich eine ¼ Stunde um meine durchgefrorenen Knochen vom Motorrad zu hieven. Zwei Kännchen Kaffee bringen die Eisballs zum Schmelzen. Jetzt brauche ich einen guten Einfall, denn so geht das nicht weiter. Spätestens in Frankfurt falle ich erfroren von der Maschine und doch muß ich morgen in Bremerhaven sein. Ich schaue den LKW's nach, das was mich auskühlt ist doch der Fahrtwind, wenn ich den wegnehme muß es gehen. Also auf, wer nicht wagt der nicht gewinnt. Zurück auf der Autobahn suche ich mir einen möglichst schwer beladenen LKW (von wegen dem Bremsweg) und gehen in dessen Windschatten. Nach einiger Zeit wird der Fahrer unruhig, er geht mehrere male auf die Standspur, ich bleibe ruhig hinter ihm auf der rechten Spur. Mittlerweile hat ein anderer LKW hinter mir aufgeschlossen. Vielleicht haben Sie sich über Funk verständigt. Es geht mit gut 100 dahin, muß gebremst werden leuchten die Rücklichter 2x kurz auf, wird überholt schert zuerst der Hintermann aus, wartet, dann schert meine Zugmaschine aus und die Fahrt geht weiter im 3er Gespann. Wie bitte schon 500km und noch nicht getankt?! Ausfahrt Dortmund, großes Hupkonzert, ein Gruß, meine beiden Beschützer verlassen die Autobahn. Durch das Sandwich habe ich knapp 3 Liter auf 100km verbraucht. Und, und ich bin nicht erfroren. Nach einigen weiteren Windschattenfahrten komme ich nach Osnabrück wo ich übernachten möchte. Ich klingele, möchte einen 'Guten Abend' wünschen doch ich bekomme die Zähne nicht auseinander. Nein nicht eingefroren aber durch das ständige Zusammenbeißen der Zähne, um das Klappern zu unterdrücken, habe ich eine Blockade des Kiefers. Ich gehe früh schlafen, trotz Heizung an und dicker Decke hole ich mir nach einiger Zeit noch meinen Schlafsack. Am nächsten Morgen liegt Rauhreif auf den Wiesen, na danke, In Bremerhaven angekommen suche ich die Spedition. Die Maschine wird begutachtet, der Tankrucksack ist zu hoch, er soll besser auf die Sitzbank gestellt werden. OK, so kann das Motorrad in eine Kiste verpackt werden. Ich hole Jeans und Schuhe aus dem rechten Motorradkoffer, ziehe mich um, nun wandert auch mein Lederanzug und die Stiefel in den zweiten Seitenkoffer. Ein letzter Blick auf die Maschine, hoffentlich geht alles gut, es stellte sich nämlich heraus: eine Transportversicherung gibt es nicht. Es ist Anfang Juni, die Reisevorbereitungen laufen auf
Hochtouren, die Visa sind mittlerweile auch eingetroffen
jedoch nicht die Flugkarten. Heute ist der große Tag, der 5. Juni, wir brechen auf die neue Welt zu erkunden. 6:40 S-Bahn 7:45 Flughafen Bus Drei Stunden vor dem Abflug erreichen wir den Flughafen München. Die Welt ist klein, wir haben Urlaub, sind aufgeregt was uns alles erwartet, bei unseren ersten großen Flug, und wer begegnet uns: Herren aus der Chefetage unseres Arbeitgebers: Nein wir fliegen nicht dienstlich sondern privat und auch nicht an die Ost-Küste sondern an die West-Küste. Jetzt aber hoppla hopp, trotz Urlaub habe ich es eilig, denn es fehlt uns noch eine Kleinigkeit: Unsere Flugtickets. Am Schalter der KLM hört sich eine Dame unsere Wünsche nach den Flugtickets lächelnd an, dann sagte Sie freundlich: Nein Flugtickets liegen nicht vor, und außerdem wisse Sie nichts von fehlenden Tickets. Mir wird heiß und kalt und das gleichzeitig. Nach einiger Zeit der Diskussion entschied die Dame: Sie werde sehen ob Sie die Genehmigung bekomme uns heute noch Tickets auszustellen. 'Noch heute' das sind ja Aussichten, unserer Flieger soll in knapp 2 Stunden abheben. Meine Freundin ging erst mal Frühstücken ich blieb
in Sichtweite des KLM-Schalter. Gott sei Dank ging dann
doch alles noch glimpflich aus und die Tickets waren
fertig bevor meine Freundin vom Frühstück zurück war.
Nachdem wir unserer Gepäck aufgegeben hatten blieb noch
Zeit für einen Besuch im DutyFree Shop. Anschließend
ging es zum Gate A18. Wir sahen wie unser Flieger beladen
wurde, eine DC9 der Lufthansa die uns zu unseren
Zwischenstop nach Amsterdam bringen wird. Im Flugzeug
beginnt vor dem Start eine Zeremonie die wir heute
nochmal genießen dürfen. Die Stewardessen stehen im
Mittelgang des Flugzeuges verteilt und müssen zu den
Ausführungen aus dem Lautsprecher die Benutzung der
Schwimmwesten vorführen, sowie die Sauerstoffmasken und
die Anordnung der Notausgänge. Dann ist es endlich soweit der Flieger rollte an, der Start war gut weder Magen noch Ohren haben sich beschwert. Nach gut einer Stunde ging's schon wieder herunter. Zwei Stunden Aufenthalt in Amsterdam, wir mußten im Innenbereich des Flughafen bleiben, ich bin auch viel zu aufgeregt um den Flughafen zu verlassen. Um 14:50 startet unser Jumbo, eine 747vom Flugsteig D52 über den großen Teich zu unserem Ziel Los Angeles. Wir sind gespannt wie dieser Flug ablaufen wird, die Flugzeit ist auf gut elf Stunden angesetzt. Nach der Vorführung der Rettungswesten, Sauerstoffmasken und der Lage der Notausgänge, diesmal mit Videounterstützung, wurde der Begrüßungstrunk serviert zusammen mit einer kleinen Tüte Knabberei. Dann werden die Kopfhörer verteilt. An jedem Sitz ist in der Armlehne ein Ausgang für den Kopfhörer, ein Lautstärkeregler und Kanalwahlschalter. Für verschiedene Musikkanäle oder dem Videokanal. Als nächstes Video kommt Werbung über die an Bord erhältlichen, zollfreien Waren. Anschließend wurden diese Waren angeboten, wie Langnese im Kino. Und genau wie im Kino kam danach der Hauptfilm. Anschließend wird dem Magen was geboten: Aal mit Salat, Hühnerbrust mit gemischten Reis, Käse aus Holland, Ry-Crips und einen Nußpudding. Dann wieder Video, Essen, Video, Essen. Während der Videovorführungen mußten die Jalousien vor den Fenstern geschlossen werden. Ab und zu lugten wir jedoch durch einen Spalt nach draußen und hatten das Glück Grönland zu sehen mitsamt Eisbergen und Eisscholen. Unsere Reiseflughöhe war 11000m bei einer Außentemperatur von ca. -50C. Kurz vor Los Angeles wurden wir vom Kapitän noch auf den Grand Canyon, den Colorado River, Death Valley und Las Vegas aufmerksam gemacht. Um 2:05 am nächsten Tag deutscher Zeit, 17:05 oder 5:05pm des selben Tages USA Zeit erreichten wir L.A. (Los Angeles). Na sowas ich denke alle reden doch davon das die USA der Zeit voraus ist. Doch tatsächlich ist die Westküste der USA zeitlich 9 Stunden zurück. Durch die Größe des Kontinentes von Ost nach West verlaufen 4 Zeitzonen durch die USA: Easten Standard Time (-6), Central Standard Time (-7), Mountain Time (-8) und Pacific Standard Time (-9). Am Flughafen werden wir schon von unseren Freunden erwartet doch zuerst müssen wir noch die Einwanderungsbehörde überwinden. Wir müssen einzeln vor den Beamten treten. Ihr solltet tunlichst darauf achten das ihr an der Linie stehen bleibt um den Abstand zu wahren anderenfalls zieht sich die Befragung nur noch mehr in die Länge verbunden z.B. mit der Kontrolle ob man auch ein Rückflugticket besitzt. Aber auch das haben wir überwunden und auch unser Leinsamenbrot ist unentdeckt geblieben. Denn das war der Wunsch unserer Gastgeberin. Als wir aus dem klimatisierten Flughafengebäude
heraus auf die Straße treten merken wir das erste Mal
wir sind in Kalifornien (Sunshine State). Es ist
mittlerweile 18:00 die Luft ist noch warm. Die Abendsonne
taucht alles in ein goldenes Licht, ich bin glücklich. Nachdem Auspacken und etwas erzählen war es
mittlerweile 23:00 Uhr geworden. Auf die Frage was ich
eigentlich in L.A. machen wollte sagte ich: nichts
besonders nur sehen wie Ihr hier lebt. Z.B wo und was ihr
einkauft. Karen sagte: Na, dann los, fahren wir zum
nächsten Supermarkt einige Lebensmittel für den
nächsten Tag einkaufen. 'Wie bitte' es ist bereits nach
23:00? Na und viele Supermärkte haben hier 24 Stunden
geöffnet und das 7 Tage die Woche! Also dann, ich greife
zur Jacke: Was willst Du denn damit? Wieso? Wart's ab.
Karen macht die Wohnungstür auf wir treten heraus und es
empfängt uns wieder eine wohlige wärme. Aha deswegen
keine Jacke. Fast wären wir mit dem Auto gefahren obwohl
der Parkplatz vom Supermarkt keine 100 Meter entfernt
ist. Doch da wir mehr schauen als kaufen wollen gehen wir
völlig unamerikanisch zu Fuß. Der Supermarkt Giant wird
seinem Namen gerecht er entspricht der Größe mehr einem
Großhandel als einem Supermarkt. Die Gefriertruhen
füllen mehrere Reihen. Es gibt je eine Reihe
mexikanische, chinesische, japanische Spezialitäten.
Eine Salatbar und eine Früchtetheke von nie gesehenem
Ausmaß, alles frisch und das wie gesagt mitten in der
Nacht. Die Früchte in einer Qualität wie aus dem
Spezialitätengeschäft zu Preisen von Aldi. Wir sind
verwirrt von der Vielfalt und sind schon satt vom
Schauen. Zurück in der Wohnung gehen wir bald ins Bett
den mittlerweile sind seit dem Aufstehen in Deutschland
mehr als 28 Stunden vergangen. Wir haben gut geschlafen, bis um
9:00. Es sieht so aus als haben wir die Zeitverschiebung
gut verarbeitet. Nun gibt es Frühstück: English
Muffins, Peanut butter, Jelly. Erdnußbutter mit
Marmelade, eine Mischung die bei mir keine Favoritenrolle
einnehmen wird. Wir fahren nach Downtown L.A. Über den
am stärksten befahrenen Freeway den Ventura-Freeway
teilweise 5 Spuren je Fahrtrichtung. In Hollywood am
chinesischen Theater wandeln wir auf den in Steinplatten
verewigten Fuß- und Handabdrücken von berühmten
Schauspielern. Wir sahen Fred Astaire, Ginger Rogers,
Sophia Loren , John Wayne. Dann ging's zur Olivera street
der Geburtsstätte von Los Angeles. Die ersten Bewohner
waren Mexikaner. Chinatown, man fühlt sich nach China
versetzt. Die Zeitung, die Reklameschilder, die
Auszeichnung in den Läden alles in chinesischen
Schriftzeichen. Zurück in Downtown L.A. fahren wir in
die 35.Etage des Bueneventure Center Turm. Die oberste
Etage ist eine Bar und dreht sich, man hat einen
phantastischen Blick über L.A. Happy hour alle Drinks
zum halben Preis. Der Western Drink kam in einem
gläsernen Western Stiefel. Auf Anfrage konnten wir die
Gläser behalten, sie wurden sogar noch gespült, das
nenn ich Kundenservice. Heute ist shopping angesagt. Doch
zuerst geht's zum 'tripple A' oder AAA (amerikanischer
ADAC). Mit der ADAC-Karte bekommen wir hier exzellentes
Kartenmaterial und Campingführer, unbedingt zu
empfehlen. Heute gehen wir es etwas langsamer
an. Anscheinend hat meine Freundin doch der Jet leg, die
Zeitverschiebung erwischt (oder wir haben gestern zu viel
gegessen). Jedenfalls steht heute für sie Pfefferminztee
auf dem Frühstücksplan. Doch nach einem Zwischenstop im
Bett und anschließend einer ausgiebigen Dusche ist die
Welt wieder halbwegs in Ordnung. Die Mittagspause
verbringen wir am hauseigenen Pool. Am Nachmittag mache
ich die Computergeschäfte unsicher doch erfolglos (den
C16 gibt es in der USA nicht). Am Abend soll es eine
kleine Grillparty geben. Wir gehen in den Giant
Supermarkt um Fleisch für den Grill zu holen. Ich habe
noch nie soviel Sorten Gehacktes gesehen, eine ganze
Reihe voll. Genauso bei den Steak Sorten. Da wir in der
Schule nie die Übersetzungen für diese Vielfalt an
Fleischsorten kennengelernt haben fällt die Auswahl
schwer. Doch als das Fleisch auf dem Grill lag merkte man
von unseren Problemen nichts mehr es hat hervorragend
geschmeckt. Watts-Tower Heute, Sonntag bleibt die Küche
kalt wir gehen in den Coffee Shop. Gut gestärkt fahren wir anschließend nach Venedig. Für mich eine weitere Besonderheit in den USA. Hier findet man so ziemlich alle bekannten Städtenamen aus good old Europa wieder. Malibu, Santa Monica und Venice Beach alles Orte die
Träume wecken. Venice Beach, hier wird Wirklichkeit was man nur als
Klischee von Kalifornien empfand. Irgendwie klingt das alles kitschig, blöde, erlogen
oder schlicht falsch. Ja und nein, heute am Wochenende
schieben sich hier die Menschenmassen durch die Promenade
und doch fasziniert mich das Flair. Vielleicht später
hierzu mehr. Karen muß heute wieder arbeiten
Ihr Freund Marten bringt sie zur Arbeit und uns später
zu den Universal Studios. Eine der weltweit bekannten
Attraktion von L.A. Ehe man sich versieht ist man vom
Zuschauer zum Akteur geworden im Screen test comedy
theater. Der heutige Tag ist belegt mit
shopping in der näheren Umgebung. Triffty Drogerie, die
hier gebotene Auswahl an künstlichen Fingernägel ist
überwältigt. Heute ist der große Tag, ich
kann endlich das Motorrad in Empfang nehmen. Das Schiff
hat nun mehr als 1 Woche Verspätung. Wir haben uns einen
Van gemietet. Zuerst ging's zur Spedition, dann zum Zoll
nun endlich zum Lagerhaus. Ein Gabelstapler legt uns
einen rießigen Holzverschlag vor die Füße. Das war's.
Nach einiger Irritationen versuche ich mir Werkzeug zu
leihen um die Kiste zu öffnen. Und zwar so daß ich die
Kiste zum Schluß wieder für den Rücktransport
verwenden kann. Nachdem die 1. Wand von der Kiste fällt
wird klar: die Kiste hatte keinen Boden sondern nur einen
U-Träger auf dem das Motorrad steht und einen
Eisenkäfig. Der Tankrucksack mit dem Werkzeug und den
Regenkombis fehlt. Batterie wieder anklemmen Benzin
einfüllen, Hurra der Motor läuft. Ohne Probleme geht es
zu Karens Wohnung zurück. Die ganze Arie hat den
kompletten Tag gedauert, auf dem Tacho sind 150 Meilen
mehr und das innerhalb einer Stadt, das sind schon
riesige Abmessungen hier. Nach den gestriegen Aufregungen
lassen wir es heute ruhig angehen. Die Wäsche wird
gewaschen: Eine neue Überraschung die Waschmaschinen
haben keine eigene Heizung sondern nur einen Warm- und
einen Kaltwasseranschluß und damit macht man die drei
möglichen Temperaturen heiß, warm und kalt ?! Heute starten wir die Erkundung
von L.A. das erste Mal auf eigene Faust, im Sattel
unserers Motorrads. Bummel über den Hollywood Boulevard.
Besuch eines Wachsfiguren Kabinetts. Den Sunset Drive
entlang. Als wir Abends zurück kommen voll gestopft mit
den Bildern des Tages aber mit leerem Magen gibt es einen
phantastischen mexikanischen Auflauf, von unserer Gastgeberin mit viel Liebe
zubereitet. Wer hat sie noch nie im Kino
gesehen, die große hölzerne Achterbahn? Wir stürzen uns wieder mit dem
Motorrad in das Getümmel der Freeways von L.A. hier wird
die Fahrt schon zu einem Erlebnis. Über Straßen zu
fahren mit bis zu 6 Fahrspuren PRO Fahrtrichtung. Und das
eigentlich stressfrei. Hier wird sehr rücksichtsvoll
gefahren und da die Geschwindigkeit- unterschiede auf den
Highways / Freeways gering ist gibt es keine Probleme.
Überholt werden darf rechts und links. Bei einem Unfall
hat, wer wechselt, Schuld. Disneyland in Anaheim, Los
Angeles, California Heute ist geplant den Verlust des
Tankrucksacks zu ersetzen. Nicht ganz einfach, da daß
Werkzeug hier normalerweise in Inchgröße verkauft wird.
Nach längerem Suchen finden wir in einem Autoshop für
German cars metrische Werkzeuge. Als noch viel
schwieriger erweist sich der Wunsch nach einem
Regenkombi, man merkt: it never rain in southern
California. Nach einem ausgiebigen
Frühstück der 2. Versuch vielleicht doch etwas in den
Koffer zu bekommen, diesmal mit Erfolg. Alles was man
(Frau) mitnehmen will aufs Bett, das Ganze halbieren und
dann noch mal halbieren und schon paßt's. Jetzt fehlt
nur noch eine Regenkombi, beim Cycle Rider werden wir
dann pfündig. Das erste Mal mit voll beladener Maschine auf dem
Ventura Freeways. Die Straßen füllen sich zunehmend, es
ist rush hour angesagt im stop and go Tempo verlassen wir
Los Angeles Richtung San Diego. Doch mit der sinkenden Sonne
wird alles mit einem warmen Licht verzaubert. Verpflegung: Übernachtung: Empfohlene Literatur: |
|